Optimierung von Transaktionskosten öffentlicher Immobilieninvestitionen. Ein Thesenpapier.

Titel Optimierung von Transaktionskosten öffentlicher Immobilieninvestitionen
Untertitel Ein Thesenpapier
Autor(en) Arbeitskreis PPP im Management öffentlicher Immobilien im BPPP e.V.
Jahr 2009
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Public Private Partnerships, die im Folgenden kurz als PPPs bezeichnet werden, haben als Beschaffungsvariante öffentlicher Immobilieninvestitionen in den vergangenen Jahren den Durchbruch geschafft. Dennoch sind die Meinungen über die Nutzen-Kosten Relation dieser Beschaffungsvariante für das öffentliche Immobilienmanagement geteilt. Ein in der öffentlichen Diskussion immer wieder eingesetztes Argument für und wider PPPs betrifft deren Transaktionskosten. Erstaunlich ist die Tatsache, dass bis heute, trotz der mittlerweile umfangreichen Projekterfahrung, keine Einigkeit darüber herrscht, ob die Transaktionskosten von PPPs niedriger oder höher ausfallen als in der konventionellen Beschaffung. Zurückzuführen ist die Divergenz der Ergebnisse auf sehr unterschiedliche Begriffsverständnisse der Transaktionskosten. Gleichwohl wird das Argument auf beiden Seiten in einer nicht selten sehr emotionalen und häufig wenig sachlichen Beschaffungsvariantendiskussion eingesetzt. Oft werden einzelne Bestandteile der Transaktionskosten herausgelöst betrachtet, ohne eine vollständige Betrachtung oder eine Gegenüberstellung zu den Transaktionskosten der alternativen Beschaffungsvarianten durchzuführen. Erstes Ziel dieses Thesenpapiers muss es sein, auf eine Versachlichung und Entemotionalisierung der Debatte hinzuwirken. Dazu ist es zweckdienlich, auf ein einheitliches Begriffsverständnis der Transaktionskosten in der PPP-Debatte zu drängen.