Neuer Buchbeitrag erschienen: „Europäische Energie- und Klimapolitik für den lokalen Gebäudesektor. Freiräume und Restriktionen aus immobilienwirtschaftlicher Perspektive.“

In ihrem Beitrag zum Buch „Städte und Energiepolitik im europäischen Mehrebenensystem. Zwischen Energiesicherheit, Nachhaltigkeit und Wettbewerb“ analysieren Dr.-Ing. Nikolas Müller, Marina Hofmann und Prof. Dr. Andreas Pfnür exemplarisch, wie Klimaschutz im Gebäudesektor in Städten umgesetzt wird, welche Regulierungsfunktion dieser einnimmt sowie welche Freiräume und Restriktionen damit gegenwärtig und zukünftig verbunden sind. Auf Basis ihrer Analysen arbeiten sie heraus, dass die gebäudebezogene Energie- und Klimapolitik auf städtischer Ebene an ihre Grenzen kommen wird, wenn der lokalen Ebene zukünftig die Handlungsmöglichkeiten beschnitten werden.

Der Artikel leistet einen Beitrag in der Diskussion um die Weiterentwicklung des energetischen Anforderungsrechts an Gebäude, indem er einerseits aufzeigt, dass detailliert abgewogen werden muss, wenn singulär weitere Verschärfungen für Gebäude angestrebt werden, wenn diese im Effekt den Handlungsspielraum von Städten deutlich limitieren und damit den Erfolg europäischer energie- und klimapolitischer Bestrebungen in Frage stellen. Andererseits, indem er in diesem Kontext anregt, sich konkret der Frage zuzuwenden, wie die distinktiven Ausgangslagen von Städten derart in energiepolitischen Normen und Richtlinien auf europäischer sowie nationaler Ebene überführt werden können, dass in Folge auf der lokalen Ebene sektorübergreifende Synergieeffekte zur Energieeinsparung sowohl ermöglicht als auch induziert werden.

Der Beitrag ist im Kontext der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Forschergruppe Lokale Generierung handlungsrelevanten Wissens im Teilprojekt Lokale Strategien und Maßnahmen gegen den Klimawandel in Flächenmanagement und Immobilienwirtschaft entstanden.

Der NOMOS-Verlag führt zu dem von Dr. Jörg Kemmerzell, Prof. Dr. Michèle Knodt, Anne Tews bei herausgegebenen Buch aus:
Die europäische Energiepolitik ist in ein komplexes Mehrebenensystem eingebettet. Auf der supranationalen Ebene formulierte Ziele und Policies müssen auf der lokalen Ebene implementiert werden, wo Energie bereitgestellt und verbraucht wird. Städte bieten zudem ein großes Innovationspotenzial und können eine Vorbildrolle bei Maßnahmen zur Minderung des Verbrauchs, zur Erhöhung der Effizienz und zur Förderung erneuerbarer Energieträger einnehmen.
Der Sammelband untersucht die Rolle von Städten in der europäischen Energiepolitik im Hinblick auf die Ziele Energiesicherheit, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Die Beiträge thematisieren erstens Strategien der EU zur Einbindung von Städten in die Energiepolitik. Zweitens behandeln sie die Perspektive der Städte auf die EU und deren Umgang mit den europäischen Politikinstrumenten. Drittens werden beispielhaft die Handlungsfelder Energieversorgung, Wohnen und Immobilien sowie Mobilität und Verkehr betrachtet.

Bestellmöglichkeiten und weitere Infos Buch unter: www.nomos-shop.de/24441 .

Einblick in das Buch