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  • Interdisziplinäres Projekt zwischen der Kooperationsprofessur Nachhaltiges Bauen im Bestand und dem Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre

    Ausgangslage

    Auf den Gebäudebereich entfallen rund 40 % des deutschen Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2- Emissionen. Entsprechend der energie- und klimapolitischen Ziele sollen im Gebäudebestand bis 2050 80 % Primärenergie eingespart werden. Seit Jahren verharrt die energetische Sanierungsrate jedoch auf etwas weniger als 1 % p.a. und ist damit von den für die Zielerreichung erforderlichen 2,2 % p.a. weit entfernt.

    Forschungsfrage und Projektziel

    Das interdisziplinäre Projekt geht den Fragen nach, wie sich die Nachhaltigkeit und Effizienz energetischer Sanierungen steigern lassen sowie die Sanierungsrate sich kurz-, mittel- und langfristig erhöhen lässt. Dafür werden einerseits erste Ansätze einer entscheidungsorientierten Wirtschaftlichkeitsrechnung durch einen Perspektivwechsel in der Bewertung energetischer Sanierungen entwickelt, von der Projektbetrachtung hin zu der Perspektive immobilienwirtschaftlicher Akteure. Andererseits werden generelle Ansätze zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit energetischer Gebäudesanierungen auf den Ebenen einzelner Projekte und politischer Strategieansätze identifiziert.

    Damit beschreitet die Arbeit neue Wege: In der Studie wird ausgelotet, wie mit dem zur Verfügung stehenden Budget ein bestmöglicher Beitrag read more

  • Die Beschaffung von Unternehmensimmobilien als Betriebsmittel hat aufgrund der hiermit verbundenen Kapital- und Betriebskosten eine große Bedeutung für die Erreichung der Unternehmensziele. Dabei sind immer wieder die Einhaltung der Zeit- und Kostenpläne sowie der Qualitätsvorgaben die großen Herausforderungen.

    Dieses Forschungsvorhaben untersucht, inwieweit alternative Realisierungs- respektive Beschaffungsvarianten unter Berücksichtigung einer mit lebenszyklusübergreifenden Aspekten gekoppelten Wertschöpfungspartnerschaft dazu beitragen können, weitere Effizienz bei der Immobilienbeschaffung von Unternehmen der Privatwirtschaft zu erreichen und unternehmerische Vorteile zu erzielen. Die Studie evaluiert dabei unter anderem ein beispielhaftes Bürogebäude, welches im Rahmen einer funktionalen Ausschreibung mit lebenszyklusübergreifendem fachlichem Input als Wertschöpfungspartnerschaft zwischen der BASF SE in Ludwigshafen und der Bilfinger Hochbau GmbH realisiert wurde. Das Projekt setzt damit eine Reihe an zwei vorausgehenden Vorhaben zur Begleitforschung bei Immobilienprojektentwicklungen von Corporates fort.

    Ziele des Forschungsvorhabens sind

    1. Die transparente Dokumentation der Entscheidungsprozesse und -kriterien, die für oder gegen die Wahl einer bestimmten Realisierungs- respektive Beschaffungsvariante sprechen.
    2. Eine quantitativ und qualitativ detaillierte Bewertung der Projektperformance (Prozess/Produkte) aus Sicht der BASF SE und der Bilfinger Hochbau GmbH sowie der beteiligten Stakeholder. Teilaspekte hierbei sind unter anderem Qualität, Termin- und Kostentreue, Wirtschaftlichkeit, Funktionalität, Nachtragsvolumen, Arbeitssicherheit sowie weitere im Projekt identifizierte Unterscheidungsmerkmale.
    3. Eine vergleichende Analyse der Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Konzepte auf Grundlage von Benchmarks sowie das Herausarbeiten qualitativer Unterschiede der alternativen Realisierungsvarianten.
    4. Verschiedene konzeptionell-inhaltliche Anregungen zur Qualitätssteigerungen für nachfolgende Projekte zu geben. Hierbei werden insbesondere Empfehlungen zur weiteren Effizienzsteigerung und Standardisierungsmöglichkeiten der Vergabeprozesse für funktionale Gesamtlösungen erarbeitet. In diesem Kontext geht es darum, die Möglichkeiten und Grenzen bestimmter Beschaffungsprozesse herauszuarbeiten und diese in einem Handlungsleitfaden darzustellen.

    Das Kooperationsprojekt soll die Möglichkeiten und Grenzen lebenszyklusbezogener Wertschöpfungspartnerschaften im Beschaffungsprozess einer konkreten, realen Unternehmensumgebung darlegen und bewerten. Dadurch leistet es einen Beitrag, Einsatzgebiete alternativer Beschaffungsvarianten read more

  • Kosten- und Zeitüberschreitungen bei großen Immobilienprojekten auf die bisherigen Ursachen zurückzuführen springt gefährlich kurz zu. Aus der vorliegenden empirischen Studie spricht vieles dafür, dass ein kognitiv verzerrtes Entscheidungsverhalten als wichtige Ursache neben die bislang üblichen Verdächtigen der ungeeigneten Vertragskonstellation, der schlechten Prozessorganisation, der mangelnden Qualifikationen der Beteiligten und der ungünstigen externen Umwelteinflüssen tritt. Die Befragung von 227 Managern in der Entwicklung von betrieblich durch Unternehmen oder die öffentliche Hand genutzten Immobilienprojekten hat gezeigt, dass Entscheidungsträger in Immobilienprojektentwicklungen erheblichen kognitiven Verzerrungen unterliegen, die die Qualität der getroffenen Entscheidungen negativ beeinflussen und somit die Effizienz der Projektabwicklung erheblich beeinträchtigen. Die festgestellten kognitiven Verzerrungen betreffen die Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten, einen irrationalen Überoptimismus bei der Bewertung von Projektrisiken sowie ein eskalierendes Commitment bei in Schieflage geratenen Projekten. Die nach Akteursgruppen differenzierte Analyse fördert interessante Ergebnisse zu Tage. So ist entstehen auf Seiten der Auftraggeber von Projektentwicklungen bei Entscheidungsträgern der öffentlichen Hand mit Abstand die größten kognitiven Verzerrungen. Die Entscheidungsträger von Bauunternehmen und Projektentwicklern read more

  • Nutzerbasierte Bewertung von Büroimmobilien

    30. September 2015 - Forschungscenter

    Eine Post-Occupancy Evaluation auf Basis umweltpsychologischer Aspekte unter besonderer Berücksichtigung von Zufriedenheit, Gesundheit und Produktivität

    Das Management von Büroimmobilien beschränkt sich meist auf die Reduktion der Raumkosten. Dabei findet typischerweise keine Berücksichtigung des Trade-off zwischen Arbeitsplatzkosten und Mitarbeiterproduktivität statt. Der vorliegende Aufsatz greift dieses Problem auf und untersucht die Zusammenhänge zwischen Büroumgebung und deren Wirkungen auf Nutzer. Zunächst werden theoretische Erkenntnisse zu einzelnen Effekten auf Zufriedenheit, Leistungsfähigkeit und Gesundheit aus dem Forschungsfeld der Umweltpsychologie zusammengeführt und in einem Rahmenmodell aufgezeigt. Darauf aufbauend wird anhand einer empirischen Untersuchung die simultane Betrachtung solcher Beziehungen mittels einer Kausalanalyse dargelegt. Die Ergebnisse stellen die Bedeutung einer adäquaten Büroumgebung für den Erfolg sowohl des einzelnen Mitarbeiters als auch der ganzen betrieblichen Organisation heraus. Das Potenzial zur Steigerung der Leistung lässt sich für die vorliegende Erhebung im Mittel auf 20 % beziffern und stellt somit die einseitigen Bestrebungen von Kosteneinsparungen im Immobilienmanagement grundsätzlich in Frage. Als wesentlicher Baustein einer standardisierten Bewertung wird zudem das Konzept der Post-Occupancy Evaluation vorgestellt, welches Leitlinien zum Abgleich von Immobilie und Nutzeranforderungen read more

  • Interdisziplinäre Kooperation der Fachgebiete Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre von Prof. Dr. Andreas Pfnür und Landmanagement von Herrn Prof. Dr.-Ing. Hans Joachim Linke.

    Angesichts der Dringlichkeit von Klimaschutz- und Klimaanpassungsinvestitionen bei gleichzeitigem Finanzierungsengpass ist die Effizienz der Maßnahmen von herausragender Bedeutung. Dabei sind in der Stadtentwicklung die Handlungsfelder Flächenmanagement und Immobilienwirtschaft zentral für erfolgreiche Strategien im Umgang mit dem Klimawandel.

    In dem Projekt „Lokale Strategien zu Klimaschutz und Klimaanpassung in Flächenmanagement und Immobilienwirtschaft“ wird untersucht, wie im Flächenmanagement und in der Immobilienwirtschaft auf kommunaler Ebene die Mobilisierung und Auswahl aus dem verfügbaren Wissensangebot zum Klimawandel erfolgt und lokal handlungsleitende Wissensordnungen formiert werden, und wie sich daraus Entscheidungen und konkrete Handlungen ergeben. Ansatzpunkte dafür bietet die kommunale Planungs- und Umweltverwaltung, welche fachliche Grundlagen vorbereitet, die sowohl die räumliche Verteilung als auch fachlich-inhaltliche Anforderungen an Neubau und Bestand (z.B. Angebot regenerativer Energieversorgung, Energieeffizienz, bauliche Qualitäten) beinhalten. Die auf dieser Basis getroffenen (klima-)politischen Entscheidungen in der Kommune bilden wiederum den Rahmen für die Tätigkeit der Investoren im Immobilienbereich read more

  • Jüngste Untersuchungen zum Immobilien-Prozessmanagement kommen zu der Erkenntnis, dass integrierte Standardanwendungssysteme, im folgenden Enterprise Resource Planning Systeme (ERP-Systeme), auch im betrieblichen Immobilienmanagement einen signifikanten Beitrag zur Steigerung von Prozesseffizienz und -effektivität leisten können. Die Praxis zeigt, dass die im Detail sehr komplex ausgestalteten Geschäftsprozesse und Aktivitäten des Projekt-, Portfolio- und Gebäudemanagements sowie der Markttransaktionen eine IT-Unterstützung erfordern, die weit über das hinausgeht, was als Computer-aided Facility Management (CAFM) bekannt ist. Eine Applikation zur Unterstützung von Immobilienprozessen muss auf der anderen Seite aber auch mehr sein als eine Standardbuchhaltungssoftware.

    ERP-Systeme als modular aufgebaute und vielseitig erweiterbare bzw. integrierbare Softwarepakete mit einer vollständigen Abbildung sowohl der Werte- als auch Materialflüsse bieten sich scheinbar als Königsweg an, werden jedoch immer wieder mit Fragen hinsichtlich des Nutzens dieser mit hohen Erst- und Folgekosten verbundenen Investitionen konfrontiert. Empirische Studien sprechen hier von durchschnittlich 5 Mio. Euro für die Einführung des R/3-Systems des Marktführers SAP. Nutzen in IT lässt sich nicht bzw. nur sehr schwer bestimmen, da ein positiver Zusammenhang zwischen den IT-Investitionen und der Produktivität der Unternehmung nicht nachweisbar read more

  • Zinsland Anlageplattform für Immobilienprojekte

    15. Juli 2015 - Forschungscenter