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Light Industrial

Produktionsnahe Immobilien, international als „Light Industrial Real Estate“ bekannt, spielen aktuell in Deutschland sowohl in der Praxis als auch in der Forschung eine untergeordnete Rolle. So konnte sich bisher in Deutschland weder ein substanzielles Dienstleistungsangebot an Managementleistungen, noch eine signifikante Management Attention seitens der Corporates herausbilden. Hinzu kommt, dass diese Art von Immobilien bisher auf kaum vorhandenes Interesse am Kapitalmarkt stoßen. Dies hat sich jedoch durch die Niedrigzinspolitik und der damit einhergehenden „Yield-Compression“ gewandelt. So rücken alternative Anlagen wie produktionsnahe Immobilien aus Investorensicht stärker in den Fokus. Auf der anderen Seite müssen Corporates ihre bisherige Ansicht, dass die produktionsnahen Flächen lediglich als Betriebsmittel im Leistungserstellungsprozess und somit als notwendiges Übel gesehen werden, auch aufgrund des strukturellen Wandels, überdenken. Sich verändernde Rahmenbedingungen erfordern von den Corporates eine Anpassung ihrer Produktionsprozesse und den damit verbundenen immobiliaren Ressourcen. Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen Kompetenzen im Management produktionsnaher Immobilien vorhanden sein. Im Forschungsbereich „Light Industrial Real Estate“ wird der Frage nachgegangen, in wie weit sich ein Markt für produktionsnahe Immobilien etablieren lässt, damit die einzelnen Akteure mit ihren unterschiedlichen Herausforderungen und Interessen von einer gemeinsamen Entwicklung profitieren können. Ein Hauptanliegen des Forschungscenters ist somit die starke Verzahnung von Forschung und Praxis, um diesen Prozess effektiv zu unterstützen.

Julian Seger