Empirische Untersuchung der Nutzenwirkungen von PPP Projekten auf den Schulbetrieb am Beispiel der Schulen im Kreis Offenbach

Titel Empirische Untersuchung der Nutzenwirkungen von PPP Projekten auf den Schulbetrieb am Beispiel der Schulen im Kreis Offenbach
Bearbeiter Prof. Dr. Andreas Pfnür und Dipl.-Wirtsch.-Ing. Sonja Weiland
Partner Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Landkreis Offenbach, PPP Task Force, FG Pädagogische Psychologie
Jahr 2009
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Das im Rahmen der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ des BMVBS durchgeführte Projekt ist als ergänzende Untersuchung zu dem bundesweit einmaligen Pilotprojekt der PPP-Schulsanierungsprojekte im Kreis Offenbach aus dem Jahr 2004 zu betrachten.

Anhand einer empirischen Untersuchung sollten die nachhaltigen Nutzenwirkungen von PPP Projekten auf den Schulbetrieb am Beispiel der Schulen im Kreis Offenbach geprüft werden. Zu diesem Zweck wurden im Kreis Offenbach an insgesamt 10 Schulen Schüler der vierten, der sechsten und der zwölften Klassen befragt, sowie deren Eltern und die gesamte Lehrerschaft der Schulen.

Das Projekt fand in Kooperation mit dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, der PPP Task Force, dem Landkreis Offenbach und dem FG Pädagogische Psychologie, Herr Prof. Dr. Bernhard Schmitz, statt und wurde durch Mittel des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung gefördert.

Die Untersuchung konnte positive Effekte im Schulbetrieb feststellen. Die frühere Sanierung der Schulgebäude aufgrund der PPP-Beschaffungsvariante minimiert deutlich vandalistisches Verhalten, ruft eine höhere Zufriedenheit mit der baulichen Umwelt und deren Zustand sowie dem Betrieb hervor. Zudem zeigte sich an PPP-Schulen eine deutlich höhere Arbeitszufriedenheit der Lehrer, was eindeutig zu einer Steigerung der Schulqualität beiträgt. Viele Effekte erwiesen sich über einen Zeitraum von drei Jahren als stabil. Die Untersuchungsergebnisse machten deutlich, dass PPP Projekte nicht nur die Kosten der Bereitstellung von Gebäuden beeinflussen, sondern darüber hinaus auch massiv Auswirkungen auf die Qualität der Betriebsmittel und damit auf die Qualität der schulischen Leistungen und Prozesse haben.

Die Erfahrungen in diesem Projekt führen dazu, dass allen Projektträgern von größeren Schulbauinvestitionen zu empfehlen ist, der Vorreiterrolle des Kreises Offenbach zu folgenden und die Nutzerzufriedenheit im Sinne eines laufenden Performance-Controllings nachzuhalten, gleichgültig, ob die Sanierungsmaßnahme mittels konventioneller oder PPP-Beschaffung erfolgt.