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  • Ziel des Projektes war die Analyse dezidierter Anwendungsgebiete solarenergetischer Nutzungen an unterschiedlichen Gebäuden, der Entwurf eines solaradaptiven Prinzips unter Berücksichtigung energetischer, konstruktiver und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen sowie die Darstellung dessen gestalterischer Bandbreiten. Im ersten Schritt wurden typologische Untersuchungen zu solaren Strahlungsprofilen für die gängigen Gebäudetypen vorgenommen und in einen eigenen Typologiekatalog aufgenommen. In einem zweiten Schritt wurde ein solaradaptives Fassadenprinzip entworfen. Zur Bestimmung sinnvoller Schichtzusammenstellungen wurden dynamische Simulationen unterschiedlicher Bauteilaufbauten durchgeführt. Zur energetischen, ökologischen und monetären Bewertung von Integrationsmöglichkeiten thermischer und elektrischer Solarenergie wurde in einem dritten Schritt ein Gebäudeenergiemodell entwickelt, mit welchem alle wesentlichen Energieströme, inklusive Anlagentechnik am Gebäude abgebildet werden können. Aufbauend auf den Ergebnissen des Gebäudeenergiemodells wurden die finanziellen Effekte des entwickelten Systems am Beispiel eines Bürogebäudes analysiert.

  • Am 26. September 2017 war Dr.-Ing. Nikolas Müller vom Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre (Prof. Dr. Andreas Pfnür) von dem GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e. V. und Housing Europe in das Europäische Parlament eingeladen. Im Kontext der laufenden Novelle der Gebäudeenergieeffizienzrichtlinie wurde Dr.-Ing. Nikolas Müller gebeten, den Europaabgeordneten (darunter Paula Rey Garcia aus der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission) und Vertretern der europäischen Wohnungswirtschaft einerseits seine Forschungsergebnisse zur auf Effizienz ausgerichteten Energie- und Klimapolitik im Gebäudesektor vorzustellen sowie andererseits gemeinsame Lösungsansätze für die Optimierung der Gebäuderichtlinie aus wohnungswirtschaftlicher Perspektive aufzuzeigen und zu diskutieren. Die Veranstaltung mit dem Titel „Energy Efficiency first – What next?“ unter der Schirmherrschaft der Mitglieder des Europäischen Parlaments Jens Geier (Fraktionsvorsitzender der SPD im Europäischen Parlament) und Dr. Markus Pieper (Generalsekretär und energiepolitischer Sprecher der CDU im Europäischen Parlament) hatte zum Ziel, den Beitrag des Gebäudesektors zum Klimaschutz zu erörtern und mögliche Entwicklungspotenziale aufzudecken. Dabei standen insbesondere auch die Möglichkeiten und Grenzen alternativer Steuerungsindikatoren für die Energie- und Klimapolitik im Gebäudesektor zur Diskussion.

  • Am 13. September 2017 war Dr.-Ing. Nikolas Müller vom Fachgebiet Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre (Prof. Dr. Andreas Pfnür) auf Einladung des Zentralen Immobilien Ausschuss e.V. (ZIA) Podiumsgast beim ersten Energiekongress. Die vom ZIA organisierte Veranstaltung verfolgte das Ziel, Perspektiven und Ansätze für energetische Lösungen in der Gebäudewirtschaft vor dem Hintergrund der klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erörtern. Damit verfolgte der ZIA den Zweck, den Handlungsrahmen für zukünftig – in der neuen Legislaturperiode anstehende – Entscheidungen in der Energie- und Klimapolitik für den Gebäudesektor aufzuzeigen. Hierfür lud der ZIA rund 100 Entscheidungsträger und Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zum Energiekongress nach Berlin ein. Als geladener Experte konnte Dr.-Ing. Nikolas Müller im Diskussions-Panel „Grenzen und Lösungsansätze für den Klimaschutz in der Gebäudewirtschaft“ einen wertvollen Beitrag zur weiteren Erschließung der Thematik leisten.

  • benefit E2 – Gebäudeintegrierte solaraktive Strategien

    11. September 2017 - Forschungscenter

    Interdisziplinäre Kooperation der Fachgebiete Immobilienwirtschaft und Baubetriebswirtschaftslehre von Prof. Dr. Andreas Pfnür sowie Entwerfen und Nachhaltiges Bauen von Prof. Christoph Kuhn gemeinsam mit der Goldbeck New Technologies GmbH.

    Gefördert durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Rahmen der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“.

    Für die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende bedarf es smarter und integraler Lösungen zur alternativen Erzeugung von Energie. Die gebäudenahe Nutzung von Solarenergie besitzt dafür große Potentiale. Um diese heben zu können, ist es notwendig, den Marktanteil dieser Systeme zukünftig deutlich zu erhöhen.

    Das Ziel des Projektes ist es gestalterisch hochwertige und zugleich wirtschaftlich optimierte Systemlösungen zu entwickeln, die für Anwendungen zur bauteilintegrierten Stromerzeugung in Frage kommen. Damit wird der Zweck verfolgt, die allgemeine Akzeptanz solaraktiver Technologien zu stärken sowie die fassadenintegrierte Anwendung in breiter Masse zur Umsetzung der Energiewende im Gebäudebereich zu ermöglichen.

    Folgende Bausteine werden im Projekt bearbeitet:

    • Analyse gebäudeintegrierter Einbausituationen photovoltaischer & thermischer Systeme anhand diverser baustruktureller Parameter
    • Entwicklung eines Strahlungsmodells in Koppelung bauteilbezogener thermodynamischer Simulationen zur Ertragsberechnung
    • Erarbeitung architektonischer Konzepte gebäudeintegrierter solaraktiver Bauteile mit iterativer Optimierung technischer Machbarkeit, finanzieller und ökobilanzieller Effekte durch Lebenszyklusbetrachtungen
    • Zusammenfassung erarbeiteter Ergebnisse in einem produktneutralen Bauteilkatalog mit konkreten Handlungsempfehlungen für Politik und Bauwirtschaft
    • Planung und Bau eines funktionstüchtigen Mock-Ups, welches zum Monitoring zur Verfügung steht.

    Die Projektergebnisse werden nach Projektende öffentlich zugänglich gemacht und stehen damit Industrie, Forschung und Baugewerbe zur transdisziplinären Verwendung zur Verfügung.

    Projektlaufzeit 2016-2017.

    Ansprechpartner:

    Prof. Christoph Kuhn, Dipl.-Ing. Christoph Drebes M. Sc., Dipl.-Ing. M.Sc. Steffen Wurzbacher
    Fachbereich Architektur
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  • Ein maßgebliches Ziel der deutschen Energie- und Klimapolitik ist es, bis 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudesektor zu erschaffen. Die Umsetzung dieses Ziels ist – dank der deutschen Ingenieurskunst – bautechnisch prinzipiell kein Problem mehr. Wohngebäude können seit Jahren so gebaut und Bestandsgebäude derart saniert werden, dass sie nur noch geringe Mengen fossiler Energie benötigen oder über das Jahr betrachtet sogar mehr regenerative Energie erzeugen als sie verbrauchen. Die Klimaneutralität von Wohngebäuden ist damit längst ‚Stand der Technik’. Abgesehen von einigen Ausnahmen, gilt dies grundsätzlich auch im Bereich der Nicht-Wohngebäude. Dennoch sind Neubauten oder Bestandssanierungen in der oben genannten Ausführungsqualität rar. Klimaneutrale Gebäude sind – so die Erkenntnis – gegenwärtig kein bezahlbares Produkt für die Masse. Die Durchsetzung der energie- und klimapolitischen Ziele bleibt insbesondere auch wegen der nachgewiesenen geringen Sanierungstätigkeit weit hinter den politischen Erwartungen zurück. Vor diesem Hintergrund ist inzwischen mehr als fraglich, ob das Ziel bis 2050 noch erreicht werden kann. Hinsichtlich der globalen Dringlichkeit des Klimaschutzes rückt die Frage in das Zentrum des politischen Erkenntnisinteresses, ob die gegenwärtige Steuerungssystematik zur Durchsetzung energie- und klimapolitischer Ziele im Gebäudesektor förderlich ist, oder sie dieser vielmehr read more

  • Mit dem Energiekonzept hat die Bundesregierung eine relativ klare Vorgabe für die zukünftige Energieversorgung in Deutschland gemacht. Sie soll umweltschonend, zuverlässig und bezahlbar sein. Entsprechend dem Energiekonzept sollen bis 2020 die Treibhausemissionen in Deutschland um 40 % und bis 2050 um mindestens 80 % – jeweils gegenüber 1990 – reduziert werden. Der Primärenergieverbrauch soll bis 2020 um 20 % und bis 2050 um 50 % – jeweils gegenüber 2008 – sinken. Weiterhin soll bis 2020 der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch 18 % und bis 2050 rund 60 % betragen.